CMD / Migräne / Kopfschmerz / Tinnitus

Leiden Sie unter Schmerzen im Kiefer- oder Gesichtsbereich? An unklaren Kopf-,     Nacken- oder Rückenschmerzen? Haben Sie manchmal Schwindelattacken oder Tinnitus? Oder haben sie Knackgeräusche während der Mundöffnung? Oder haben Sie die Probleme mit der Mundöffnung?

All dieses können Symptome für eine Fehlbelastung der Kiefergelenke sein. Die Bisskraft eines Kiefers ist sehr hoch und bei einem "falschen" Biss wirken dies Kräfte auf die Muskulatur aus, die so unnatürlich beansprucht und belastet wird. Auf Dauer kann dieses auch zu Schmerzen in den anderen Regionen des Stütz- und Bewegungsapparates führen.

Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) bedeutet, dass etwas zwischen dem Schädel (Cranium) und dem Unterkiefer (Mandibula) nicht funktioniert und ist ein Begriff, der eine Vielzahl von Symptomen und Funktionsstörungen der Kiefergelenke und der Kaumuskulatur einschließlich der mit ihnen verbundenen Gelenke umfasst.
Eine CMD äußert sich häufig mit Schmerzen lokal in den Kiefergelenken und auch in der Kaumuskulatur, vor allem beim Beißen, Kauen, Schlucken, und Sprechen. Oft kommt es neben diesen Symptomen noch zu Gelenkgeräuschen, angefangen vom "leichten Klicken" bis zum "lauten Knacken" in Zusammenhang mit Mundöffnungs- und Schließbewegungen. Zusätzlich treten Bewegungseinschränkungen auf. Ohrenschmerzen, Verspannungen der Muskulatur, und übermäßiges Knirschen und Pressen im Zahnbereich mit vermehrter Abnutzung des Zahngewebes können weitere Beschwerden sein. Die häufigsten Symptome sind hierbei Kopfschmerzen und Nackenbeschwerden. Jede Altersgruppe vom Kind bis ins hohe Alter kann betroffen sein.

Ursachen einer CMD
Die Ursachen einer CMD können in drei Bereichen zu finden sein:

- "okklusal anatomisch" bezieht sich auf die Verzahnung, des Bisses und des Kieferskeletts,
- "muskuloskelettal" bezieht sich auf die Veränderungen von Muskeln, Gelenken und Nerven,
- "psychosozial" bezieht sich auf die Stressfaktoren und Ursachen sozialer Natur im Bereich Familie, Beruf und anderen Lebensbereichen.

Therapie:
Physiotherapeuten untersuchen bei einer CMD-Behandlung vorwiegend die Funktionsweise von Muskeln und Gelenken. In einem ausführlichen Gespräch werden die Symptome und die Vorgeschichte erfragt und andere medizinische Befunde und Faktoren wie Beruf, Freizeitaktivitäten und Vorstellungen des Patienten mit einbezogen. Außerdem werden die aktiven und passiven Anteile des Kiefergelenkes untersucht. Die Ergebnisse aus der insgesamt gewonnenen Information aus dem Gespräch und der körperlichen Untersuchung werden analysiert, mit dem Patienten besprochen und in eine zielgerichtete Therapie umgesetzt.
Die Therapie kann passive Techniken sowie aktive therapeutische Übungen umfassen. Jeder Patient bekommt Tipps und Übungen mit, die er zu Hause     umsetzten kann.

Ziele der Physiotherapie bei CMD sind:
Verbesserung der Funktion der gestörten Unterkieferbewegung
Besserung der gestörten Muskelfunktion, Entspannung und Rekoordination der Muskulatur
Schmerzreduktion durch Regulierung der schmerzhaften Muskelspannung
Wiedererlangung der Muskelbalance im Kiefergelenk

Der behandelnde Zahnarzt oder Arzt stellt die Diagnose, legt das Behandlungsziel fest. Eine erste Maßnahme ist die Schienentherapie. Eine Korrekturschiene wird individuell und     hochwertig von einem zertifizierten zahntechnischen Labor hergestellt. Einmal eingesetzt, kann sie schon nach kurzer Zeit entsprechende Linderung verschaffen. Sie wird so lange getragen, bis die entsprechende Bisslage des Kiefers erreicht ist.
Parallel zur Schienentherapie erfolgt die Physiotherapie, hierzu stellt der behandelnde Arzt oder Zahnarzt dann eine entsprechende Verordnung aus.   
Voraussetzung für den Heilungserfolg ist jedoch eine individuelle Therapie. Eine weitere Voraussetzung ist, dass noch keine Chronifizierung eingesetzt hat. Chronifizierung bedeutet, dass Beschwerden durch ihr langes Bestehen sehr hartnäckig werden und sich deshalb schwer behandeln lassen. Gehen Sie daher schon bei den ersten Symptomen zu Ihrem Arzt oder Zahnarzt, je nach Symptomatik sollten weitere Fachärzte mit in die Therapie einbezogen werden, um den Behandlungserfolg so sicher wie möglich zu machen. Eine Hilfe bietet auch unser Fragebogen ("Leide ich an einer CMD").

Wir haben in unserem Team durch spezielle Weiterbildungen (www.cranioconcept.de) die entsprechende Kompetenz für eine qualifizierte CMD - Behandlung erworben.

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